Hinderliche Glaubenssätze erforschen

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Im Laufe unseres Lebens eignen wir uns viele Strategien an, um mit herausfordernden Situationen umzugehen. Manche davon mögen immer noch hilfreich sein, während andere mittlerweile hinderlich und veraltet sind. Das Problem: Es reicht nicht aus diese verinnerlichten Muster nur auf intellektueller Ebene zu bemerken. Diese Übung erforscht hinderliche Glaubenssätze, um sie offenzulegen und umzuwandeln.

Körperhaltung in der Meditation

Ein Bewusstsein für die Körperhaltung zu entwicklen ist wichtig, um in der Meditation ein Gleichgewicht zwischen Entspannung und Wachheit zu kultivieren. Wenn Du auf einem Meditationskissen sitzt, wähle eine bequeme und dennoch aufrechte Sitzhaltung. Achte dabei insbesondere auf die Positionierung Deiner Beine. Es ist keine gute Idee heldenhaft auf dem Meditationskissen zu sitzen, wenn Dein Körper Dir sagt, dass ein Stuhl die bessere Wahl wäre. Wenn Du bereit bist, schließe die Augen, richte Deinen Oberkörper auf und lege die Hände in den Schoß oder auf die Oberschenkel. Du kannst den unteren Bereich der Wirbelsäule aufrichten, indem Du die Hüfte leicht nach hinten schiebst. Korrigiere während der Meditation behutsam die Körperhaltung, wenn Du bemerkst, dass Dein Oberkörper nicht mehr aufrecht positioniert ist. Wenn Du Müdigkeit verspürst, kann es hilfreich sein, aufzustehen und die Augen zu öffnen.

Meditationsanleitung

Wenn Du eine gute Sitzhaltung gefunden hast, nimm Dir etwas Zeit um zur Ruhe zu kommen. Es ist vielleicht nicht der richtige Zeitpunkt für diese Meditation, wenn Du Dich im Moment emotional instabil oder unruhig fühlst. Wenn Du etwas zur Ruhe gekommen bist, nimm ein paar bewusste, tiefe Atemzüge, um Dich mit dem Körper zu verbinden.

Finde zurück zum natürlichen Atemfluss und richte Deine Aufmerksamkeit auf den Körper als Ganzes. Wie fühlt es sich an, jetzt hier zu sitzen? Nimm einfach wahr, wie dieser atmende, sitzende Körper sich anfühlt—ohne dabei möglichen aufkommenden Gedanken zu folgen. Wenn dieses Gefühl angenehm ist, verweile darin für eine gewisse Zeit. Versuche, so gut es Dir möglich ist, während der folgenden Reflexion mit dem Körper in Verbindung zu bleiben.

Spür einem verinnerlichten Glaubenssatz nach, von dem Du ahnst, dass er hinderlich für dein Wachstum und deine Entwicklung ist. Gibt es verinnerlichte Werte oder Überzeugungen aus Deiner Kultur und Deinem sozialen Umfeld, von denen Du vermutest, dass sie eine Ursache für Stress und Frustration in deinem Leben sind? Wenn Dir nichts in den Sinn kommt, kannst du die Frage stellen: Was sagt mein innerer Kritiker immer wieder zu mir?

Sobald ein bestimmter Glaubenssatz aufgetaucht ist, behalte ihn einige Zeit im Gewahrsein. Die Einladung ist, den Glaubenssatz ein paar Mal innerlich zu wiederholen und wahrzunehmen, ob Gefühle, Stimmungen oder Erinnerungen auftauchen. Es gibt nichts Besonderes zu tun. Wenn eine Reaktion auftaucht, versuche sie einfach interressiert und forschend im Gewahrsein zu halten, ohne sie zu verstärken, zu kommentieren oder zu bewerten.

Bleibe dabei so weit wie möglich mit einem Teil der Aufmerksamkeit beim Körper als Ganzes.

Wenn Du bereit bist, hinterfrage den Glaubenssatz grundlegend. Ist er wirklich wahr? Auf welchen Annahmen (persönliche und kulturelle) beruht er? Versuche zu möglichen aufkommenden Reaktionen, so offen und freundlich wie möglich zu sein.

Nimm Dir etwas Zeit gegen Ende der Meditation, um einfach in Stille zu sitzen.

Diese Anleitung ist inspiriert von der Übung: „Opening to freedom and strength through reflection“ von Rob Burbea — aus dem Buch Seeing that Frees (Seite 71).

Dieses Buch hat Tiefgang! Rob Burbea beschreibt tiefgehend und detailliert, welche Erfahrungen und Erkenntnisse man in der Meditation haben kann. Auf den ersten Blick erscheint „Leerheit“ vielleicht wie ein beliebiger buddhistischer Begriff. In der Praxis kann dieses Konzept jedoch Wegbereiter für ein tieferes Verständnis der menschlichen Erfahrung sein. Wir verwenden Seeing That Frees hauptsächlich als Nachschlagewerk für alle möglichen Fragen, die sich auf die Praxis beziehen. Leser müssen sich nicht als Buddhist verstehen, um von diesem Buch zu profitieren—ein grundlegendes Verständnis der buddhistischen Terminologie ist jedoch hilfreich.

Andreas Frickinger

Nach einer persönlichen Lebenskrise im Jahr 2012 begann ich zu meditieren. Seitdem bin ich immer wieder erstaunt, wie sich meine Meditationspraxis über die Jahre verändert und vertieft hat. 2017 absolvierte ich eine Ausbildung zum MBSR-Lehrer. MBSR steht für achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (Mindfulness-Based Stress Reduction). Zusammen mit Nils Schmalenbach entwickelte ich die Idee für eine Website zum Thema inneres Wachstum und Kulturwandel. Das vertiefte Erleben von Freiheit und Zufriedenheit durch meine eigene Praxis hat mich dazu motiviert, Meditation zu vermitteln und andere Menschen in ihren Entwicklungsprozessen zu begleiten.
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